Schlagwort-Archive: Iran

Rangelei der Regionalmächte: Syrien-Konflikt heizt Streit zwischen Türkei und Iran an

Mitten in der bitteren Auseinandersetzung mit Russland um den Syrien-Konflikt öffnet sich für die Türkei plötzlich ein weiteres Pulverfass. Mit der irakischen Zentralregierung in Bagdad gibt es Streit um die türkische Truppenpräsenz nahe der nordirakischen Stadt Mossul. Hinter dem öffentlich ausgetragenen Zwist steht die Rivalität zwischen der Türkei und dem Iran: Kurz vor den geplanten neuen Syrien-Gesprächen in New York rangeln die Regionalmächte um Einfluss.

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Darf man mit Assad reden? Man darf – und man sollte sogar

Darf man mit einem Diktator wie Baschar al-Assad reden? Einem Mann, der Krieg gegen sein eigenes Volk führt? Natürlich darf man, man sollte sogar. Assad in eine Lösung für Syrien einzubinden, liegt im Interesse des Westens und ist eine realpolitische Notwendigkeit, nicht nur wegen des verstärkten Engagements Russlands. Der Hinweis auf die Menschenrechtsverletzungen durch das Assad-Regime geht an der Sache vorbei: Außerhalb von Syrien lässt sich die westliche Nahost-Politik jedenfalls nicht von Gewissensbissen leiten.

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Doppeloffensive gegen IS und PKK: Ist türkische Außenpolitik gestärkt – oder geschwächt?

Die Spielregeln in der Region haben sich geändert – diese selbstbewusste Bilanz nach den türkischen Luftangriffen auf den Islamischen Staat in Syrien und auf die PKK-Kurdenrebellen im Nordirak zog Ministerpräsident Ahmet Davutoglu vor einigen Tagen. Alle Akteure im Nahen Osten sollten diese neuen Realitäten beachten, sagte Davutoglu, ein früherer Politik-Professor und Außenminister. Eine Türkei, die ihre Militärmacht effizient einsetze, könne in der ganzen Region für Veränderungen sorgen. Doch Davutoglus Blick auf die Dinge könnte etwas zu rosig sein, sagen Beobachter.

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IS-„Kalifat“, Kurdenstaat, Assad-Enklave – bricht Syrien auseinander?

Vier Jahre nach seinem Beginn ist der Syrien-Konflikt mehr als ein Bürgerkrieg, der hunderttausenden Menschen das Leben kostet und Millionen zu Flüchtlingen macht. Das wäre schlimm genug, doch mehr und mehr zeigt sich eine weitere Dimension. Der Krieg könnte Syrien in mehrere neue Gebilde spalten und so die politische Landkarte des Nahen Ostens verändern: Ein syrischer Rumpfstaat unter Kontrolle der Assad-Regierung, das „Kalifat“ des Islamischen Staates und ein Kurdenstaat entlang der Grenze zur Türkei könnten an die Stelle des alten Syriens treten. Die mehreren tausend Menschen aus der syrischen Stadt Tal Abyad, die am Wochenende nach langem Warten über die Grenze in die Türkei durften, sind zwischen die Fronten dieses Krieges geraten. Das könnte aber erst der Anfang gewesen sein.

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Assad stürzen und Iran stoppen: Türkei und Saudi-Arabien helfen Rebellen in Syrien

Die Türkei und Saudi-Arabien haben ihre militärische Hilfe für die Regimegegner in Syrien erheblich verstärkt, um auch ohne Unterstützung des Westens einen Sturz des syrischen Präsident Baschar al-Assad zu erreichen. Die beiden sunnitischen Mächte wollen nicht nur Assad von der Macht vertreiben, sondern auch den Machtzuwachs des schiitischen Irans in der Region stoppen: Nach Presseberichten haben die Iraner ihren Einfluss auf das Assad-Regime in jüngster Zeit erheblich ausgebaut.

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Erdogan und der Iran: Ein Präsident sucht Anschluss

Zuerst schimpft der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan über die Machtgelüste des östlichen Nachbarn Iran in der Nahost-Region – um dann nach Teheran zu reisen und harmonische Gespräche mit Staatspräsident Hassan Rohani zu führen. Die Episode ist typisch Erdogan: rhetorisches Donnerwetter, gefolgt von pragmatischem Handeln.

Als langgedienter Regierungschef war der heutige türkische Präsident maßgeblich an der Isolierung der Türkei in der Region in den vergangenen Jahren beteiligt. Diese Vereinsamung war ungewollte Folge eines ehrgeizigen Projekts. Erdogans islamisch-konservative Regierung begriff den Arabischen Frühling als Chance, den Einfluss der Türkei in der ganzen Weltgegend auszubauen und sich mit den sunnitischen Muslim-Brüdern verlässliche Verbündete zu schaffen. Der Plan ging gründlich daneben.

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Darf Aassad nun doch an der Macht bleiben?

Nach fast vier Jahren Bürgerkrieg in Syrien mit mehr als 200.000 Toten gerät ein Prinzip der westlichen Politik in dem Konflikt ins Wanken. Die USA bestehen laut Presseberichten nicht mehr auf einer Entmachtung von Präsident Baschar al-Assad als Voraussetzung für eine Friedenslösung. Der Kurswechsel dürfte auf den entschiedenen Widerstand des Partners und Frontstaates Türkei treffen, der Assad als Erzfeind betrachtet. Dennoch mehren sich die Hinweise, dass die Amerikaner den syrischen Präsidenten zumindest vorerst schonen wollen – um sich auf den Kampf gegen die IS-Dschihadisten konzentrieren zu können.

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Der neue Kalte Krieg im Nahen Osten

Zwischen der Türkei und dem Nachbarn Irak wachsen die Spannungen. Die Ministerpräsidenten beider Länder beschimpfen sich gegenseitig, Diplomaten wurden in die Außenministerien einbestellt. Die Krise ist nur schwer beizulegen, weil sie Teil eines neuen Kalten Krieges im Nahen Osten ist, sagen Beobachter: Immer unversöhnlicher stehen sich das Lager der vom Iran angeführten Schiiten – mit Rückendeckung durch Russland – und die Gruppe der von Türkei und Golf-Staaten dominierten Sunniten gegenüber, die von den USA unterstützt werden. Die Rivalität spielt sich nicht nur im Irak ab, sondern auch in Syrien. Für die Region könnte die Konfrontation auf einen „kollektiven Selbstmord“ hinauslaufen, warnt der türkische Außenminister Davutoglu.

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Reiche Golf-Staaten unterstützen syrische Rebellensoldaten

Geld für die syrische Opposition – “Annan-Plan durchlöchert:” Die Millionenzusagen arabischer Staaten für die syrische Opposition beim Istanbuler Syrien-Treffen könnte dem Konflikt in dem Nahost-Land eine ganz neue Richtung geben. Der Geldregen aus den reichen Ölstaaten vom Golf habe den Annan-Plan „durchlöchert“, kommentiert eine türkische Zeitung. Einige Beobachter warnen, mehr Geld und möglicherweise auch Waffen für die Assad-Gegner könnten zu einem Stellvertreterkrieg in Syrien führen: Auf der einen Seite stehen die vom schiitischen Iran unterstützten syrischen Regierungstruppen, auf der anderen die von den sunnitischen Arabern finanzierten Rebellen.

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Bruderkämpfe im neuen Nahen Osten

Nach dem Arabischen Frühling vertiefen sich die Gegensätze zwischen einem sunnitischen und schiitischen Block in der Region. Die Differenzen zwischen den beiden muslimischen Glaubensrichtungen gehen zwar bis ins siebte Jahrhundert zurück, doch in der unruhigen Lage in Nahost nach dem Abzug der USA aus dem Irak und nach den Umstürzen des Arabischen Frühlings treten die uralten Rivalitäten mit neuer Frische hervor. Das säkuläre, aber mehrheitlich sunnitische Nato-Land Türkei mischt munter mit.

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