Schlagwort-Archive: Europa

Flüchtlingskrise, Syrien-Krieg und ein markiges „Hey, Amerika:“ Was will Erdogan?

Jetzt schauen alle auf ihn. Die Regierungschefs der europäischen Länder, sie brauchen ihn, wenn sie ihm auch nicht restlos vertrauen. Eine Situation, die Recep Tayyip Erdogan gefallen könnte – unter anderen Umständen.

Es ist erst wenige Tage her, da machte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim EU-Gipfel in Brüssel noch einmal deutlich, wie sehr sie auf Erdogans Hilfe in der Flüchtlingskrise baut. Manche berichteten, die Kanzlerin sei „wie besessen“ gewesen von der Türkei. Dabei sagt sie schon lange, dass die Türkei ein „Schlüsselland“ in der Krise sei. Mehr noch als für die EU ist Erdogan nämlich die große Hoffnung für Angela Merkel: Der türkische Staatspräsident soll nicht nur die Flüchtlinge aufhalten, sondern zugleich den schwindenen Rückhalt für Merkel in ihrer eigenen Partei stoppen.

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Türkei befürchtet eine Million neue Flüchtlinge durch Kämpfe um Aleppo

Schon lange kämpfen syrische Regierungstruppen und Rebellen um die Kontrolle über die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die rund 60 Kilometer südlich der türkischen Grenze liegt. Jetzt ist es der Armee mit russischer Unterstützung offenbar gelungen, den wichtigsten Versorgungsweg der Rebellen aus Aleppo Richtung Norden in die Türkei zu kappen.

Der Vormarsch der syrischen Regierungstruppen könnte die Lage in ganz Nord-Syrien verändern – und die Flüchtlingskrise in Europa verschärfen: Die Türkei befürchtet einen zusätzlichen Flüchtlingsstrom aus der Gegend, und auch in Diplomatenkreisen ist von einer erwarteten Flüchtlingswelle von „apokalyptischen Ausmaßen“ die Rede. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte am Donnerstag, 10.000 Flüchtlinge aus Nord-Syrien warteten bereits an der türkischen Grenze, weitere 70.000 seien unterwegs. Möglicherweise ist das erst der Anfang.

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Syrische Flüchtlingsjunge Aylan wollte offenbar nach Deutschland

Abdullah Kurdi wollte der Hölle in Syrien entkommen und mit seiner Familie nach Deutschland fliehen. Doch am Freitag kehrte der 40-jährige in seine Heimat zurück – mit den Särgen seiner Kinder Aylan und Galip und seiner Frau Rihana. Aylan, der ertrunkene dreijährige Junge, dessen Foto um die Welt ging, wurde neben seinem Bruder und seiner Mutter in der nordsyrischen Stadt Kobani beigesetzt. Vater Abdullah ist ein gebrochener Mann. Er will in Kobani bleiben und hat nur einen Wunsch. „Die schmerzvolle Tragödie in Syrien soll endlich aufhören.“

Nach dem Freitagsgebet wurden die drei Särge auf dem Friedhof von Kobani neben den frisch ausgehobenen Gräbern aufgestellt. Verwandte nahmen die in weiße Tücher gehüllten Kinderleichen aus ihren Särgen, um sie nach islamischer Sitte ins Grab zu legen. Politiker aus der Türkei und aus dem nordsyrischen Kurdengebiet gaben ihnen das letzte Geleit.

Das Schicksal der Familie Kurdi, die in der Nacht zum Mittwoch bei Bodrum an der Ägäis ein Schlauchboot bestieg, das sie zur griechischen Insel Kos bringen sollte, ist durch das Foto von Aylan zum Symbol des Flüchtlingselends an Europas Grenzen geworden. Vor einem Jahr floh Abdullah Kurdi mit seiner Frau und seinen Söhnen aus Kobani, das damals von der Terrormiliz Islamischer Staat belagert wurde, über die Grenze in die Türkei. Zwölf Verwandte seien bei den Kämpfen gegen den IS umgekommen, sagte Abdullahs Schwiegervater Seho Sen der türkischen Zeitung „Radikal“.

In der Türkei wollten die Kurdis nur vorübergehend bleiben, doch ein Asylantrag der Familie in Kanada wurde abgelehnt, weshalb sich Abdullah für die gefährliche Bootsfahrt nach Griechenland entschied. Das eigentliche Ziel sei Deutschland gewesen, sagte Seho Sen: „Vor drei Monaten sagte meine Tochter mir, dass sie nach Deutschland wollten.“ Die Familie habe Goldschmuck versetzt, um das Geld für Schleuser auftreiben zu können.

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Europa hofft auf neue Töne aus Ankara

Nach der Wahlschlappe für die AKP in der Türkei stehen mit der Bildung einer neuen Regierung auch außenpolitische Neuorientierungen an. So könnte es im zuletzt sehr strapazierten Verhältnis zur EU Korrekturen geben, insbesondere wenn der ruppige Stil von Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht mehr wie bisher die verbindliche Marschroute darstellt. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass die Türkei über Nacht zu einem entschiedenen Reformkurs zurückkehrt. Überzeugte EU-Anhänger sind selten geworden in Ankara.

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Neues Sicherheitsgesetz in der Türkei: „Der Rechtsstaat wird abgeschafft“

Das umstrittene neue Demonstrationsstrafrecht in der Türkei treibt die Gegner der Regierung Davutoglu auf die Barrikaden. Der Rechtsstaat werde mit der Novelle abgeschafft, sagt der Generalsekretär der türkischen Menschenrechtsstifung, Metin Bakkalci. Die türkische Anwaltskammer sieht das Land am Beginn eines „Regimes der Angst“, doch Ministerpräsident Davutoglu zeigt sich unbeeindruckt. Nach Ansicht des angesehenen Meinungsforschers Adil Gür kann sich Davutoglus Regierungspartei AKP diese unnachgiebige Haltung wenige Monate vor der Parlamentswahl am 7. Juni durchaus leisten. Natürlich werde das Gesetzespaket heftig kritisiert, sagt Gür. „Aber die Kritiker wählen die AKP ohnehin nicht.“

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Syrer besteigen „Geisterschiffe“ im südtürkischen Mersin

Verschwiegene Buchten, gefährliche Reise: In kleinen Häfen außerhalb der südtürkischen Hafenstadt Mersin beginnt für viele syrische Flüchtlinge die gefährliche Reise nach Europa. Fischkutter bringen sie aufs offene Meeer, wo sie auf wartende Frachter umsteigen – die „Geisterschiffe“, die dann wenig später vor der Küste Italiens oder anderer EU-Länder auftauchen. In Mersin leben mehrere zehntausend Syrer, die von einem besseren Leben träumen. Eine Reise nach Westen können sich aber nur die Wohlhabenderen unter ihnen leisten. Die Mehrheit wartet darauf, dass der Krieg zu Hause endet – und schlägt sich eher schlecht als recht durch.

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Nach der Schlappe in Kobane könnte der IS den Terror nach Europa tragen

Der Erfolg der Kurden in der nordsyrischen Stadt Kobane gegen die Belagerer von „Islamischen Staat“ (IS) könnte zum Wendepunkt im Kampf gegen die Dschihadisten-Miliz in Syrien werden. Der Vormarsch der brutalen Gotteskrieger ist erst einmal gestoppt. Doch die Niederlage der Extremisten könnte nach Einschätzung von Experten die Gefahr von Terroranschlägen durch IS-Anhänger im Westen erhöhen.

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Bootsunglück offenbart neue Flüchtlingsroute in Südosteuropa

Der türkische Fischer Adem Kan war am Montagmorgen mit seinem Boot auf dem Schwarzen Meer bei Istanbul unterwegs, als ihn über Funk eine Hilfsaufforderung der Küstenwache erreichte: Alle Fischerboote in der Gegend sollten sich an der Rettung von Passagieren eines Bootes beteiligen, das etwa vier Kilometer vor der Küste gekentert war. Am Unglücksort bot sich Kan und anderen Fischern ein schreckliches Bild: „Wir sammeln viele Leichen ein“, sagte Kan von seinem Boot aus dem Fernsehsender CNN-Türk. Kans Kollege Ali Saruhan berichtete geschockt von toten Kindern im Wasser.

Das gekenterte Boot war mit 40 Flüchtlingen aus Afghanistan und drei Besatzungsmitgliedern hoffnungslos überladen. Warum es sank, war zunächst unklar. Bisher wurden 24 Leichen aus dem kalten Wasser geborgen, ein halbes Dutzend Menschen konnten gerettet werden, der Rest wurde vermisst. Noch bevor die Gesamtzahl der Todesopfer fest stand, wurde eine Tatsache deutlich: Im Südosten Europas ist eine neue Flüchtlingsroute entstanden.

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Neue Horizonte

Wegen des Stillstands ihrer EU-Bewerbung schaut sich die Türkei auf außenpolitischem Feld schon seit längerem nach neuen Perspektiven um. Auch wirtschaftlich hat eine Umorientierung begonnen. Zwar bleibt Europa der bei weitem stärkste Handelspartner der Türken, doch Ankaraner Regierungspolitiker umgarnen mit großem Aufwand die Golf-Staaten und China. Bei ihrem Versuch, außereuropäische Investoren anzuziehen, weist die Türkei als aufstrebendes Land mit einer jungen Bevölkerung auf den großen Unterschied zum krisengeschüttelten und ‚alten‘ Europa hin.

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Gute Wirtschaftslage hilft Erdogan bei der Türkei-Wahl

Nicht der Islam oder der Kampf gegen den Machtanspruch der Militärs ist der wichtigste Grund für den erwarteten Wahlsieg von Ministerpräsident Erdogan bei der Türkei-Wahl an diesem Sonntag. Die gute Wirtschaftslage ist Erdogans größter Trumpf. Denn mehrere Jahre mit kräftigen Wachstumszahlen haben in der Türkei neuen Wohlstand geschaffen, der das Leben vieler Türken völlig verändert hat.

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