Schlagwort-Archive: Assad

Türkei befürchtet eine Million neue Flüchtlinge durch Kämpfe um Aleppo

Schon lange kämpfen syrische Regierungstruppen und Rebellen um die Kontrolle über die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die rund 60 Kilometer südlich der türkischen Grenze liegt. Jetzt ist es der Armee mit russischer Unterstützung offenbar gelungen, den wichtigsten Versorgungsweg der Rebellen aus Aleppo Richtung Norden in die Türkei zu kappen.

Der Vormarsch der syrischen Regierungstruppen könnte die Lage in ganz Nord-Syrien verändern – und die Flüchtlingskrise in Europa verschärfen: Die Türkei befürchtet einen zusätzlichen Flüchtlingsstrom aus der Gegend, und auch in Diplomatenkreisen ist von einer erwarteten Flüchtlingswelle von „apokalyptischen Ausmaßen“ die Rede. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte am Donnerstag, 10.000 Flüchtlinge aus Nord-Syrien warteten bereits an der türkischen Grenze, weitere 70.000 seien unterwegs. Möglicherweise ist das erst der Anfang.

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Russland macht’s möglich: Erdogan sucht wieder die Nähe zum Westen

Seit Jahren schimpft Recep Tayyip Erdogan auf die EU und denkt hin und wieder laut über einen Beitritt der Türkei zu der von Russland und China dominierten Organisation der „Shanghai Five“ nach. Erdogan-Gegner befürchten eine grundlegende Achsenverschiebung der türkischen Politik. Doch wegen des Krieges in Syrien und der russischen Militärintervention dort sucht die Türkei nun wieder die Nähe zum Westen, zumindest aus taktischen Überlegungen heraus. Ankara freut sich über die Solidaritätsbekundungen der Partner: Die Nato fasst eine Truppenverlegung in die Türkei ins Auge, um das Mitglied an der Südostflanke der Allianz zu schützen.

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Darf man mit Assad reden? Man darf – und man sollte sogar

Darf man mit einem Diktator wie Baschar al-Assad reden? Einem Mann, der Krieg gegen sein eigenes Volk führt? Natürlich darf man, man sollte sogar. Assad in eine Lösung für Syrien einzubinden, liegt im Interesse des Westens und ist eine realpolitische Notwendigkeit, nicht nur wegen des verstärkten Engagements Russlands. Der Hinweis auf die Menschenrechtsverletzungen durch das Assad-Regime geht an der Sache vorbei: Außerhalb von Syrien lässt sich die westliche Nahost-Politik jedenfalls nicht von Gewissensbissen leiten.

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Türkei wegen wachsendem russischen Engagement in Syrien besorgt

Das verstärkte militärische Engagement Russlands in Syrien-Konflikt beschäftigt viele Länder in der Region und im Westen – ganz besonders laut schrillen die Alarmglocken in der Türkei. Von einer „sehr gefährlichen Lage“ sprach Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Ankara verfolge die Entwicklung mit Sorge. Präsident Recep Tayyip Erdogan will an diesem Mittwoch in Moskau mit Wladimir Putin über das Thema Syrien reden, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu war schon da. Ohne einen einzigen Schuss abzufeuern, hat sich Russland als Großmacht in Nahost zurückgemeldet.

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Putin will in Syrien „kein zweites Afghanistan riskieren“

Vor einigen Tagen sorgten Fotos von Kampfflugzeugen am Himmel über der nordwestsyrischen Provinz Idlib nahe der Grenze zur Türkei für große Aufregung: Angeblich zeigten die Bilder russische Kampfflugzeuge des Typs Sukhoi SU-34 sowie russische Drohnen. Gleichzeitig legten russische Kriegsschiffe in Syrien an. Das wachsende militärische Engagement Moskaus in Syrien wirft die Frage auf, was Wladimir Putin eigentlich vorhat. Die Ziele der Russen sind weniger im militärischen als im politischen Bereich zu suchen, sagt der syrische Ex-Botschafter und unabhängige Oppositionsaktivist Bassam Imadi.

Hinter dem russischen Engagement stecken laut Damadi vor allem zwei Motive. Erstens wolle Moskau um jeden Preis Assads Sturz verhindern, weil die Regierung in Russland befürchte, dass ein solcher Erfolg der Regimegegner auf muslimische Gebiete in Südrussland und auf die früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien ausstrahlen könne. Und zweitens gehe es Russland darum, einen Fuß in der Tür zu behalten: „Die Russen wollen ihren eigenen Einfluss sichern, wenn es um die Frage um die Zukunft Syriens geht. Wenn Assad stürzt, verliert Russland seinen Einfluss in der Region.“

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IS-„Kalifat“, Kurdenstaat, Assad-Enklave – bricht Syrien auseinander?

Vier Jahre nach seinem Beginn ist der Syrien-Konflikt mehr als ein Bürgerkrieg, der hunderttausenden Menschen das Leben kostet und Millionen zu Flüchtlingen macht. Das wäre schlimm genug, doch mehr und mehr zeigt sich eine weitere Dimension. Der Krieg könnte Syrien in mehrere neue Gebilde spalten und so die politische Landkarte des Nahen Ostens verändern: Ein syrischer Rumpfstaat unter Kontrolle der Assad-Regierung, das „Kalifat“ des Islamischen Staates und ein Kurdenstaat entlang der Grenze zur Türkei könnten an die Stelle des alten Syriens treten. Die mehreren tausend Menschen aus der syrischen Stadt Tal Abyad, die am Wochenende nach langem Warten über die Grenze in die Türkei durften, sind zwischen die Fronten dieses Krieges geraten. Das könnte aber erst der Anfang gewesen sein.

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„Islamischer Staat“ kontrolliert über 50 Prozent des syrischen Staatsgebietes

Mit der Einnahme der antiken Stadt Palmyra in Zentral-Syrien hat die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) das Gebiet ihres „Kalifats“ erheblich erweitert. Nach Einschätzung von Aktivisten beherrschen die Dschihadisten jetzt mehr als die Hälfte des syrischen Staatsgebietes und die meisten Ölfelder des Landes. Sie haben sich zudem eine gute Ausgangssituation für neue Eroberungen geschaffen, denn mit Palmyra kontrollieren sie wichtige Versorgungswege zwischen verschiedenen Landesteilen.

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Assad stürzen und Iran stoppen: Türkei und Saudi-Arabien helfen Rebellen in Syrien

Die Türkei und Saudi-Arabien haben ihre militärische Hilfe für die Regimegegner in Syrien erheblich verstärkt, um auch ohne Unterstützung des Westens einen Sturz des syrischen Präsident Baschar al-Assad zu erreichen. Die beiden sunnitischen Mächte wollen nicht nur Assad von der Macht vertreiben, sondern auch den Machtzuwachs des schiitischen Irans in der Region stoppen: Nach Presseberichten haben die Iraner ihren Einfluss auf das Assad-Regime in jüngster Zeit erheblich ausgebaut.

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Vier Jahre Bürgerkrieg in Syrien: Türkei hat Hauptziel verfehlt

Vier Jahre nach dem Beginn des Aufstandes gegen den syrischen Staatschef Baschar al-Assad im März 2011 muss der nördliche Nachbar Türkei zur Kenntnis nehmen, dass er mit seinem Hauptziel gescheitert ist: Assad ist nach wie vor an der Macht. Ankara stellt sich auf veränderte Realitäten ein und sucht wieder die Nähe der USA.

Als türkischer Außenminister versuchte der heutige Premier Ahmet Davutoglu unmittelbar nach Ausbruch der Unruhen in Syrien, die Assad-Regierung zu politischen Reformen zu bewegen. Doch als Davutoglus Appelle ungehört verhallten, schaltete Ankara auf eine kompromisslose Gegnerschaft zu Assad um. Die türkische Regierung war sicher, dass der syrische Staatsschef angesichts des Aufstandes vor dem Aus stand. Assad habe höchstens noch einige Wochen oder Monate, sagte Davutoglu im August 2012. Doch Davutoglu täuschte sich. Nach vier Jahren Bürgerkrieg erwartet heute niemand mehr den schnellen Abgang des syrischen Präsidenten.

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Türkei holt Soldaten aus syrischer Exklave nach Hause

Knapp vier Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien ist die Türkei erstmals mit ihrer Armee ins Nachbarland eingerückt – aber nicht, um zu kämpfen, sondern um Soldaten und die sterblichen Überreste eines mittelalterlichen Herrschers vor der Dschihadisten-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) in Sicherheit zu bringen.

Fast hundert Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie 572 Soldaten überquerten in der Nacht zum Sonntag die Grenze, um etwa 30 Kilometer tief auf syrischem Boden rund 40 Wachsoldaten vom Grabmal des Süleyman Schah, des Großvaters des osmanischen Reichsgründers Osman, zu evakuieren. Die Soldaten nahmen Süleymans Sarg und andere Gegenstände beim Rückzug in die Türkei mit und zerstörten die Gebäude des Grabmals auf einer Halbinsel im Euphrat, um sie für den IS unbenutzbar zu machen.

Bei dem türkischen Ensatz gab es keine Auseinandersetzungen mit dem IS, doch starb ein türkischer Soldat bei einem Unfall. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sprach trotzdem von einer gelungenen Aktion – dagegen kritisierte die Opposition, Ankara habe aus Furcht vor dem IS türkisches Hoheitsgebiet aufgegeben.

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