Putin will in Syrien „kein zweites Afghanistan riskieren“

Vor einigen Tagen sorgten Fotos von Kampfflugzeugen am Himmel über der nordwestsyrischen Provinz Idlib nahe der Grenze zur Türkei für große Aufregung: Angeblich zeigten die Bilder russische Kampfflugzeuge des Typs Sukhoi SU-34 sowie russische Drohnen. Gleichzeitig legten russische Kriegsschiffe in Syrien an. Das wachsende militärische Engagement Moskaus in Syrien wirft die Frage auf, was Wladimir Putin eigentlich vorhat. Die Ziele der Russen sind weniger im militärischen als im politischen Bereich zu suchen, sagt der syrische Ex-Botschafter und unabhängige Oppositionsaktivist Bassam Imadi.

Hinter dem russischen Engagement stecken laut Damadi vor allem zwei Motive. Erstens wolle Moskau um jeden Preis Assads Sturz verhindern, weil die Regierung in Russland befürchte, dass ein solcher Erfolg der Regimegegner auf muslimische Gebiete in Südrussland und auf die früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien ausstrahlen könne. Und zweitens gehe es Russland darum, einen Fuß in der Tür zu behalten: „Die Russen wollen ihren eigenen Einfluss sichern, wenn es um die Frage um die Zukunft Syriens geht. Wenn Assad stürzt, verliert Russland seinen Einfluss in der Region.“

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