Erdogan und der Iran: Ein Präsident sucht Anschluss

Zuerst schimpft der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan über die Machtgelüste des östlichen Nachbarn Iran in der Nahost-Region – um dann nach Teheran zu reisen und harmonische Gespräche mit Staatspräsident Hassan Rohani zu führen. Die Episode ist typisch Erdogan: rhetorisches Donnerwetter, gefolgt von pragmatischem Handeln.

Als langgedienter Regierungschef war der heutige türkische Präsident maßgeblich an der Isolierung der Türkei in der Region in den vergangenen Jahren beteiligt. Diese Vereinsamung war ungewollte Folge eines ehrgeizigen Projekts. Erdogans islamisch-konservative Regierung begriff den Arabischen Frühling als Chance, den Einfluss der Türkei in der ganzen Weltgegend auszubauen und sich mit den sunnitischen Muslim-Brüdern verlässliche Verbündete zu schaffen. Der Plan ging gründlich daneben.

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