Türkei holt Soldaten aus syrischer Exklave nach Hause

Knapp vier Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien ist die Türkei erstmals mit ihrer Armee ins Nachbarland eingerückt – aber nicht, um zu kämpfen, sondern um Soldaten und die sterblichen Überreste eines mittelalterlichen Herrschers vor der Dschihadisten-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) in Sicherheit zu bringen.

Fast hundert Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie 572 Soldaten überquerten in der Nacht zum Sonntag die Grenze, um etwa 30 Kilometer tief auf syrischem Boden rund 40 Wachsoldaten vom Grabmal des Süleyman Schah, des Großvaters des osmanischen Reichsgründers Osman, zu evakuieren. Die Soldaten nahmen Süleymans Sarg und andere Gegenstände beim Rückzug in die Türkei mit und zerstörten die Gebäude des Grabmals auf einer Halbinsel im Euphrat, um sie für den IS unbenutzbar zu machen.

Bei dem türkischen Ensatz gab es keine Auseinandersetzungen mit dem IS, doch starb ein türkischer Soldat bei einem Unfall. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sprach trotzdem von einer gelungenen Aktion – dagegen kritisierte die Opposition, Ankara habe aus Furcht vor dem IS türkisches Hoheitsgebiet aufgegeben.

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