Bootsunglück offenbart neue Flüchtlingsroute in Südosteuropa

Der türkische Fischer Adem Kan war am Montagmorgen mit seinem Boot auf dem Schwarzen Meer bei Istanbul unterwegs, als ihn über Funk eine Hilfsaufforderung der Küstenwache erreichte: Alle Fischerboote in der Gegend sollten sich an der Rettung von Passagieren eines Bootes beteiligen, das etwa vier Kilometer vor der Küste gekentert war. Am Unglücksort bot sich Kan und anderen Fischern ein schreckliches Bild: „Wir sammeln viele Leichen ein“, sagte Kan von seinem Boot aus dem Fernsehsender CNN-Türk. Kans Kollege Ali Saruhan berichtete geschockt von toten Kindern im Wasser.

Das gekenterte Boot war mit 40 Flüchtlingen aus Afghanistan und drei Besatzungsmitgliedern hoffnungslos überladen. Warum es sank, war zunächst unklar. Bisher wurden 24 Leichen aus dem kalten Wasser geborgen, ein halbes Dutzend Menschen konnten gerettet werden, der Rest wurde vermisst. Noch bevor die Gesamtzahl der Todesopfer fest stand, wurde eine Tatsache deutlich: Im Südosten Europas ist eine neue Flüchtlingsroute entstanden.

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