Stabwechsel in Ankara

In der Türkei geht eine Ära Erdogan zu Ende – und eine neue beginnt: An diesem Mittwoch tritt Recep Tayyip Erdogan als Vorsitzender der türkischen Regierungspartei AKP zurück und überlässt den Posten seinem designierten Nachfolger Ahmet Davutoglu. Der Stabwechsel wird bei einem Sonderparteitag der AKP in Ankara vollzogen. Das Amt des Ministerpräsidenten gibt Erdogan ebenfalls auf, wenn er am Donnerstag er als Präsident vereidigt wird. Anschließend wird Davutoglu den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung erhalten und Erdogan auch als Ministerpräsident nachfolgen. Erdogan hatte die AKP im Sommer 2001 gegründet und ein Jahr später gleich zum ersten Sieg bei den Parlamentswahlen geführt. Anders als in der Gründungsphase, als in der AKP noch Reformer, Islamisten, Nationalisten und Bürgerlich-Konservative starke Flügel bildeten, in der Partei heute alles auf Erdogan zugeschnitten. Reformpolitiker wie der bisherige Präsident Abdullah Gül würden zugunsten einer „radikaleren und ideologischen“ Richtung ausgegrenzt, schrieb der Journalist Taha Akyol in der „Hürriyet“.

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