Geld für die syrische Opposition – “Annan-Plan durchlöchert:” Die Millionenzusagen arabischer Staaten für die syrische Opposition beim Istanbuler Syrien-Treffen könnte dem Konflikt in dem Nahost-Land eine ganz neue Richtung geben. Der Geldregen aus den reichen Ölstaaten vom Golf habe den Annan-Plan „durchlöchert“, kommentiert eine türkische Zeitung. Einige Beobachter warnen, mehr Geld und möglicherweise auch Waffen für die Assad-Gegner könnten zu einem Stellvertreterkrieg in Syrien führen: Auf der einen Seite stehen die vom schiitischen Iran unterstützten syrischen Regierungstruppen, auf der anderen die von den sunnitischen Arabern finanzierten Rebellen.
Türkische Werbeagentur stoppt Shampoo-Werbespot mit Hitler
Ein Schampoo-Werbespot mit Adolf Hitler im türkischen Fernsehen hat Proteste der jüdischen Gemeinde der Türkei und heftige Kritik in den Medien ausgelöst. Nicht nur die Geschmacklosigkeit des Spots ist Thema – auch der Umgang der Türken mit rechtsextremistischen Tendenzen an sich. Schließlich war „Mein Kampf“ in den vergangenen Jahren ein Bestseller in der Türkei. Zunächst freuten sich die Macher des Spots über all die Aufmerksamkeit und wehrten die Kritik mit dem Argument ab, wer nicht verstehe, dass der Hitler-Auftritt für Shampoo nur ein Witz sei, der sei selber schuld. Dann aber wurde der Druck zu groß: Die Agentur stoppte den Werbespot.
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Türkei beginnt mit Vorbereitungen für Pufferzone auf syrischem Boden
Die Kämpfe in Syrien eskalieren weiter und rücken immer dichter an die türkische Grenze heran. In Damaskus setzten syrische Regierungstruppen nach Oppositionsangaben jetzt Hubschrauber und Panzer gegen Aufständische ein. Beim syrischen Nachbarn Türkei, der einen neuen Massenansturm von syrischen Flüchtlingen erwartet, laufen wegen der Eskalation die ersten Vorbereitungen für die Einrichtung für die Einrichtung einer Schutzzone auf syrischem Gebiet. Bewohner türkischer Dörfer an der Grenze berichten von diskreten Inspektionen der türkischen Militärs und anderen Anzeichen.
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Der Traum von der Rückkehr mit der Waffe
Sie waren Bauern, Kraftfahrer, einfache Leute. Dann begann Präsident Assad in Syrien, Krieg gegen sein Volk zu führen, und machte sie zu Oppositionellen. Ihnen blieb nur die Flucht in die Türkei. Dort leben sie in Lagern nahe der Grenze. Sie würden sofort zurückkehren – wenn sie nur Waffen hätten. Eine Reportage aus dem türkischen Flüchtlingslager Reyhanli an der syrischen Grenze.
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Türkei erwartet mehrere hunderttausend Flüchtling aus Syrien
Die Türkei rechnet mit bis zu einer halben Million Flüchtlingen aus Syrien, weit mehr als bisher angenommen. Die „extremen Vorfälle“ beim Nachbarn könnten bis zu 500.000 Menschen in die Flucht treiben, sagte Ahmet Lütfi Akar, der Leiter des Türkischen Roten Halbmondes. Die UNO sowie die USA und Saudi-Arabien sind nach seinen Worten bereit, den Türken bei der Aufnahme der erwarteten Flüchtlingsmassen zu helfen.
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Aufruf zum Frauentag in der Türkei: Gewaltopfer sollen sich bewaffnen
Die türkischen Behörden versagen nach wie vor dabei, Frauen vor gewalttätigen Ehemännern, Verlobten oder Verwandten zu schützen. Mehr als 250 Frauen wurden im vergangenen Jahr vom Ehemann, Geliebten oder einem Angehörigen ermordet – obwohl einige der Opfer unter Polizeischutz standen. In den ersten zwei Monaten dieses Jahres gab es bereits 36 Tote. Experten bezweifeln, dass ein von der Regierung vorgelegter Entwurf für ein Frauen-Schutzgesetz viel ändern wird. Eine Hilfsorganisation zieht jetzt ungewöhnliche Konsequenzen aus der desolaten Lage. Sie rät gefährdeten Frauen, sie sollten sich für den Ernstfall eine Pistole zulegen.
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Neue Horizonte
Wegen des Stillstands ihrer EU-Bewerbung schaut sich die Türkei auf außenpolitischem Feld schon seit längerem nach neuen Perspektiven um. Auch wirtschaftlich hat eine Umorientierung begonnen. Zwar bleibt Europa der bei weitem stärkste Handelspartner der Türken, doch Ankaraner Regierungspolitiker umgarnen mit großem Aufwand die Golf-Staaten und China. Bei ihrem Versuch, außereuropäische Investoren anzuziehen, weist die Türkei als aufstrebendes Land mit einer jungen Bevölkerung auf den großen Unterschied zum krisengeschüttelten und ‘alten’ Europa hin.
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Nach der Sphinx die Stele
Ein Jahr nach dem Streit um eine hethitische Sphinx, die deutsche Archäologen vor hundert Jahren aus der heutigen Türkei mitgehen ließen, gibt es neuen Krach um eine deutsche Grabung in der Türkei. Das türkische Kulturministerium ist unzufrieden mit den Ausgrabungen in Göbeklitepe, einem Hügel in Südostanatolien, unter dem sich der älteste Tempelbau der Menschheit verbirgt. Göbeklitepe ist eine der wichtigsten Ausgrabungen der Welt, weil die steinzeitliche Tempelanlage ganz neue Fragen nach der Entwicklung der menschlichen Zivilisation aufwirft. Doch nun könnten deutsche Forscher die Grabungslizenz für Göbeklitepe verlieren.
Türken-Sturm im Kino
Opulente Schlachtszenen wie im “Herr der Ringe”, ein frommer Herrscher, der seine Truppen mit religiösen Parolen antreibt, ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung: “Fetih 1453″, der teuerste Streifen der türkischen Filmgeschichte, nimmt sich als Thema die Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen im Jahr 1453 vor. Der Film sorgte schon vor seinem Start diese Woche für Wirbel, weil eine Christengruppe zum Boykott aufrief und die Produktionsfirma in Istanbul von Hacker-Angriffen auf ihre Internetseiten berichtete. Kritiker werfen “Fetih 1453″ eine einseitige Verherrlichung der Osmanen auf Kosten der christlichen Verteidiger Konstantinopels vor. In einer vorab im Internet verbreiteten Szene ist zu sehen, wie christliche Soldaten unschuldige Frauen und Kinder töten.
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